* 17.10.1975. Aljaksandr Jaŭdacha ist für sein Engagement im Vertrieb belarusischer Bücher bekannt, darunter Übersetzungen der Weltliteratur sowie historische und kulturelle Publikationen. Seit den 2000er Jahre vermittelte er zwischen Verlagen und Lesenden.
Im Februar 2026 wurde er im Rahmen einer Welle von Razzien gegen Verlage festgenommen. Im März setzte das Innenministerium mehrere Verlage auf die Liste extremistischer Organisationen. Zunächst verhängten die Behörden einen Verwaltungsarrest gegen Jaŭdacha, ließen ihn danach jedoch nicht frei. Es wird vermutet, dass ihm die Beteiligung an einer extremistischen Vereinigung vorgeworfen wird.
Bereits zuvor geriet er ins Visier der Behörden. In einem Fall, der formal mit steuerlichen Fragen begründet wurde, verurteilte ein Gericht ihn zu einer Freiheitsbeschränkung in einer Besserungsanstalt im offenen Vollzug. Tatsächlich stand das Verfahren in Verbindung mit der Verbreitung des Buches „Maladafrontaŭcy“ („Jungfrontler“). 2017 nahmen ihn die Behörden zudem im Zusammenhang mit dem „Fall der Weißen Legion“ fest. Ihm wurde vorgeworfen, Personen auf Massenunruhen vorbereitet zu haben. Das Verfahren wurde später eingestellt.
Weitere Schreibweise des Namens: Аляксандр Яўдаха (BY)