* 31.3.1989. Aljaksandr Lykšyn wird beschuldigt, an Protesten gegen die Regierung teilgenommen und in Verbindung mit der Initiative „Pisʹmo.bel“ gestanden zu haben, die es Menschen ermöglichte, Briefe an politische Gefangene zu senden. Zusammen mit ihm wurde sein Bruder, der Künstler Uladzimir Lykšyn, festgenommen.
Laut Aussagen von ehemaligen Mitgefangenen werden ihnen Landfriedensbruch sowie die Beteiligung an Aktivitäten einer extremistischen Vereinigung vorgeworfen.
Im März 2024 wurden die Brüder sowie Aljaksandr Lykšyns Frau, Lizaveta Likšyna, zu einer Freiheitsbeschränkung von zweieinhalb Jahren ohne Haftstrafe verurteilt. Diese Strafe, auch als „Chatnjaja Chimija“ bezeichnet, kombiniert eine Art Bewährungsstrafe mit Zwangsarbeit. Die Verurteilten dürfen zu Hause bleiben, stehen jedoch unter strenger, regelmäßiger Kontrolle der Polizei.
Ende 2024 wurde Aljaksandr Lykšyn erneut festgenommen. Ihm wird die Gründung einer extremistischen Organisation vorgeworfen. Er befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.
Am 18. August 2025 wurde er zu drei Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt.
Am 19. März 2026 reiste John Cole, Sondergesandter des US-Präsidenten Donald Trump, zu einem Besuch nach Minsk. Infolge der Verhandlungen begnadigte das Lukaschenko-Regime 250 Personen: 235 von ihnen wurden im Land freigelassen, 15 wurden nach Litauen gebracht. Alle Deportierten sind ehemalige politische Gefangene. Unter ihnen befindet sich Aljaksandr Lykšyn.
Weitere Schreibweise des Namens: Аляксандр Лыкшын (BY)