* 29.6.1984. Maryna Aliseenka arbeitete als Leiterin der Verkaufs- und Marketingabteilung eines Fünf-Sterne-Hotels in Minsk.
Sie wurde während einer landesweiten Razzia der Sicherheitskräfte im Januar 2024 festgenommen. Bei diesen Aktionen führten KGB-Mitarbeiter in ganz Belarus Verhöre und Festnahmen von Angehörigen und Bekannten politischer Gefangener sowie von kürzlich entlassenen ehemaligen politischen Gefangenen durch. Sie wird beschuldigt, politische Gefangene zu unterstützen und damit extremistische Aktivitäten zu fördern.
Im Oktober 2024 begann der Prozess gegen sie wegen Unterstützung einer extremistischen Vereinigung und Landfriedensbruchs. Genauere Informationen zum Strafmaß sind derzeit nicht bekannt.
Im Januar 2025 wurde sie in die Liste von Personen aufgenommen, die angeblich an extremistischen Aktivitäten beteiligt sind.
Am 19. März 2026 reiste John Cole, Sondergesandter des US-Präsidenten Donald Trump, zu einem Besuch nach Minsk. Infolge der Verhandlungen begnadigte das Lukaschenko-Regime 250 Personen: 235 von ihnen wurden im Land freigelassen, 15 wurden nach Litauen gebracht. Alle Deportierten sind ehemalige politische Gefangene. Unter ihnen befindet sich Maryna Aliseenka.
Weitere Schreibweise des Namens: Марына Алісеенка (BY)