* 6.8.1988. Sjarhej Pachomaŭ wurde in Kasachstan geboren und wuchs in Belarus auf. Er arbeitete zunächst als Geschichtslehrer. Später übernahm er eine Leitungsfunktion im regionalen Verband der staatlichen Jugendorganisation in der Region Іŭe und galt als Nachwuchskader für Führungspositionen in der lokalen Verwaltung. In staatlichen Medien trat er öffentlich auf, lobte die politische Stabilität des Landes und organisierte patriotische Veranstaltungen. Nach 2017 verließ er den Schuldienst. Im Februar 2025 meldete er ein Gewerbe an und gab Dachdeckerarbeiten als Haupttätigkeit an.
Die Behörden werfen ihm Volksverhetzung, die Beleidigung eines Amtsträgers und des Präsidenten sowie die Unterstützung von Aktivitäten einer extremistischen Vereinigung vor.
Ein Urteil ist nicht bekannt. Er befindet sich in Untersuchungshaft.
Im Februar 2026 wurde er in die Liste von Personen aufgenommen, die sich angeblich an extremistischen Aktivitäten beteiligt haben sollen. Zudem wurde er auf die sogenannte „Terrorliste” gesetzt.
Am 19. März 2026 reiste John Cole, Sondergesandter des US-Präsidenten Donald Trump, zu einem Besuch nach Minsk. Infolge der Verhandlungen begnadigte das Lukaschenko-Regime 250 Personen: 235 von ihnen wurden im Land freigelassen, 15 wurden nach Litauen gebracht. Alle Deportierten sind ehemalige politische Gefangene. Unter ihnen befindet sich Sjarhej Pachomaŭ.
Weitere Schreibweise des Namens: Сяргей Пахомаў (BY)