* 11.12.1968. Vilen Turhunaŭ ist ein ehemaliger Polizist aus Homel', der früher als Leiter eines Bezirkskommissariats tätig war. Während seiner Karriere im Innenministerium hatte er wiederholt Disziplinarprobleme, darunter eine Verwarnung für „verantwortungsloses Verhalten im Dienst“ im Jahr 2001 und ein weiteres Verfahren wegen „grober Verletzung der Dienstdisziplin“ im Jahr 2004. Weitere Details zu seinem Ausscheiden aus den Sicherheitsbehörden sind unbekannt.
Vor seiner Festnahme war er in sozialen Netzwerken aktiv, wo er sich politisch äußerte und sich für die Unterstützung der Ukraine starkmachte. Zudem soll er sich kritisch gegenüber der Polizei und der belarussischen Regierung geäußert haben.
Im August 2024 wurde er wegen Volksverhetzung, Forderungen nach Sanktionen gegen den belarussischen Staat und Verleumdung des Präsidenten zu einer Haftstrafe verurteilt.
Im November 2024 wurde er in die Liste von Personen, die sich angeblich an extremistischen Aktivitäten beteiligt haben sollen, aufgenommen. Einen Monat später setzte ihn der KGB zudem auf die „Terrorliste“.
Das genaue Strafmaß ist aktuell nicht bekannt.
Am 19. März 2026 reiste John Cole, Sondergesandter des US-Präsidenten Donald Trump, zu einem Besuch nach Minsk. Infolge der Verhandlungen begnadigte das Lukaschenko-Regime 250 Personen: 235 von ihnen wurden im Land freigelassen, 15 wurden nach Litauen gebracht. Alle Deportierten sind ehemalige politische Gefangene. Unter ihnen befindet sich Vilen Turhunaŭ.
Weitere Schreibweise des Namens: Вілен Тургунаў (BY)