Vital Astrėjka ist einer der Angeklagten im "Fall Zel'cer". Am 28. September 2021 drangen KGB-Mitarbeitende in Zivil gewaltsam in die Wohnung des IT-Spezialisten Andrej Zel'cer ein. Zel'cer soll den KGB-Mitarbeiter Dzmitryj Fedasjuk durch einen Schuss tödlich verletzt haben, woraufhin er ebenfalls erschossen wurde. Die belarusischen Behörden veröffentlichten daraufhin ein Video, das den Angeklagten mit einem Gewehr in der Hand zeigt. Es ist jedoch nicht zu sehen, von wem die Schüsse abgegeben wurden. Die Glaubhaftigkeit des Videos wurde von mehreren oppositionellen Medien bezweifelt. Der Fall sorgte in den sozialen Medien für viel Aufsehen, mehrere hundert Kommentare wurden abgesetzt, in denen sich Personen zu dem Vorfall äußerten. Nach offiziellen Angaben wurden über 200 Personen aufgrund der Kommentare wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung festgenommen.
Astrėjka wurde 2021 wegen Beleidigung und Verleumdung des Präsidenten angeklagt.
Im März 2023 wurde er erneut vor Gericht gestellt, diesmal wegen Beleidigung eines Vertreters der Staatsgewalt. Das Urteil ist nicht bekannt.
Im Oktober 2025 wurde er aus der Haft entlassen und gilt nicht länger als politischer Gefangener.
Weitere Schreibweise des Namens: Віталь Астрэйка (BY)