Andrėj Pakalenka war stellvertretender Direktor für Entwicklung bei „Intex-Press“, einem der größten unabhängigen regionalen Medien in Belarus, das 2021 von den Behörden zerschlagen wurde. Nach der Schließung der Zeitung gründete er gemeinsam mit Uladzimir Janukevič das Nachrichtenportal BAR24.
Im Dezember 2024 nahmen die Behörden mehrere Mitarbeitende des Portals fest. Bei Durchsuchungen in der Redaktion und in den Wohnungen der Journalist:innen beschlagnahmten sie Technik. Sechs Mitarbeitenden wird vorgeworfen, extremistische Aktivitäten unterstützt zu haben. Im Laufe des Jahres zeigte das staatliche Fernsehen einen Bericht über Razzien in Redaktionen unabhängiger Regionalmedien, darunter auch BAR24. Den Medien wurde vorgeworfen, mit der deutschen Botschaft zusammengearbeitet zu haben, der die Finanzierung „extremistischer Ressourcen“ angelastet wurde. Zum Zeitpunkt der Ausstrahlung war jedoch keines der im Beitrag genannten Medien als „extremistisch“ eingestuft. Der Bericht zeigte auch die Vernehmung einer Journalistin von BAR24. Seit Januar 2025 ist die Website nicht mehr erreichbar.
Im Februar 2025 wurde Andrėj Pakalenka zu zwölf Jahren Haft und einer Geldstrafe von 45.000 Rubel (etwa 13.000 €) verurteilt.
Weitere Schreibweise des Namens: Андрэй Пакаленка (BY)