* 18.7.1998. Dar’ja Pučyla ist Fotografin und lebte zuletzt in Warschau. Sie schloss 2019 ihr Jurastudium an der Minsker Innovationsuniversität ab. Anfang 2024 teilte sich in sozialen Netzwerken, dass sie nach Aufträgen im Bereich der Fotografie oder im Webdesign suche.
Da sie seit dem 7. Februar 2025 nicht mehr online war, vermuten Menschenrechtsorganisationen, dass im Rahmen des sogenannten „Hajun-Falles“ in staatliche Ermittlungen geriet.
Das von Anton Motolko Anfang 2022 gegründete Hajun-Projekt diente der Sammlung und Veröffentlichung von Informationen über belarussische und russländische Truppenbewegungen auf dem Gebiet von Belarus. Menschen, denen Militärfahrzeuge aufgefallen waren, konnten dies an den Chatbot eines Telegram-Kanals melden. Diese Information wurde nach Überprüfung über den Telegram-Kanal veröffentlicht. Die belarussischen Behörden erklärten die Betreiber des Kanals bereits im März 2022 zu einer extremistischen Organisation. Im Februar 2025 gelang es den Sicherheitsbehörden, in das System einzudringen, zwei Tage später schloss Motolko den Kanal und löste das Projekt auf. Anfang Juni 2025 meldeten Menschenrechtsverteidiger rund zwei Dutzend Festnahmen wegen der Weitergabe von Informationen an das Monitoring-Projekt.
Pučyla wurde wegen Unterstützung extremistischer Tätigkeit zu drei Jahren Haft in einer Strafkolonie verurteilt.
Im November 2025 nahm das Innenministerium sie in die Liste von Personen auf, die sich angeblich an extremistischer Tätigkeit beteiligt haben sollen.
Weitere Schreibweise des Namens: Дар'я Пучыла (BY)