* 21.10.1980. Dzjanis Sakaloŭ wurde im Rahmen eines Strafverfahrens festgenommen, das der KGB wegen des „Versuchs eines Terrorakts“ in Mačuliščy eingeleitet hatte. Obwohl der mutmaßliche Haupttäter Mikola Švec im Juni 2023 im Zuge eines Gefangenenaustauschs mit der Ukraine freikam, läuft der Prozess gegen seine vermeintlichen Helfer:innen in Belarus weiter.
Laut einem propagandistischen Film des staatlichen Senders ONT wird Sakaloŭ vorgeworfen, Švec eine Drohne geliefert und ihm eine Arbeitsstelle vermittelt zu haben, ohne dessen Identität oder genaue Absichten zu kennen. Neben ihm stehen mindestens fünf weitere Personen vor Gericht. Ihnen werden insgesamt elf Straftatbestände zur Last gelegt, darunter die Unterstützung und Beteiligung an Aktivitäten einer extremistischen Vereinigung, die Finanzierung terroristischer Aktivitäten, Hochverrat und Spionage. Das genaue Strafmaß ist bislang nicht bekannt.
Im Februar 2025 wurde Sakaloŭ in eine Liste von Personen aufgenommen, denen eine Beteiligung an extremistischen Aktivitäten vorgeworfen wird.
Das Menschenrechtszentrum Vjasna vermutet, dass die Festnahmen im Zusammenhang mit der Sabotageaktion auf dem Militärflugplatz in Mačuliščy im Februar 2023 stehen. Nach den Explosionen, bei denen ein russisches Aufklärungsflugzeug des Typs A-50 zerstört wurde, leiteten die belarussischen Sicherheitsbehörden eine landesweite Verhaftungswelle ein. Der KGB führte eine umfassende Operation durch, um mutmaßliche „Saboteure“ zu identifizieren. Zahlreiche Menschen wurden durchsucht, verhört und festgenommen.
Weitere Schreibweise des Namens: Дзяніс Сакалоў (BY)