Juryj Marozaŭ lebte in Minsk. Er ist mit Maryna Marozava verheiratet, gemeinsam ziehen sie zwei Töchter groß. Nach Angaben von BELPOL gründete er das Unternehmen „Belfarmajs“, das mit pharmazeutischen, veterinärmedizinischen, medizinischen und orthopädischen Produkten handelte. Er gehörte zu den Mitbegründern des belarusisch-deutschen Unternehmens „Belfarm“ und leitete es als Generaldirektor.
Laut offiziellen Angaben arbeitete er zwischen 1997 und 2004 im Sekretariat des Rates der Republik und der Abgeordnetenkammer der Nationalversammlung. Während einer Wahlkampagne schloss er sich der Vereinigten Bürgerpartei an und übernahm im Mai 2001 die Leitung der Fraktion „Adzinstva“ (zu dt. „Einheit“). Zudem war er Honorarkonsul von Belarus in Mexiko. Im Jahr 2016 tauchte sein Name unter den Anteilseignern des Minsker Unternehmens „Lakamki“ auf.
Ihm werden Landfriedensbruch und die Unterstützung von Aktivitäten einer extremistischen Vereinigung vorgeworfen.
Im Oktober 2025 wurde er zu fünf Jahren Haft in einer Strafkolonie unter verschärften Bedingungen verurteilt.
Weitere Schreibweise des Namens: Юрый Марозаў (BY)