* 21.10.1981. Maksim Kuroŭski arbeitet bis 2020 beim Innenministerium als Ermittler in der Abteilung für Rauschgiftdelikte. Er wurde festgenommen, weil er in den sozialen Medien einen gegen Aljaksandr Lukašenka gerichteten Kommentar veröffentlicht haben soll. Kuroŭski wurde wegen Präsidentenbeleidigung angeklagt. Im Oktober 2022 wurde er für schuldig befunden und zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt.
Nach seiner vorzeitigen Entlassung im Mai 2024 wurde er erneut festgenommen. Im Zusammenhang mit dem „Fall Hajun“ erfolgte eine weitere Verurteilung zu drei Jahren Haft in einer Strafkolonie unter verschärften Bedingungen. Die genauen Daten der Festnahme und des Gerichtsverfahrens sind nicht bekannt.
Das von Anton Motolko Anfang 2022 gegründete Hajun-Projekt diente der Sammlung und Veröffentlichung von Informationen über belarussische und russländische Truppenbewegungen auf dem Gebiet von Belarus. Menschen, denen Militärfahrzeuge aufgefallen waren, konnten dies an den Chatbot eines Telegram-Kanals melden. Diese Information wurde nach Überprüfung über den Telegram-Kanal veröffentlicht. Die belarussischen Behörden erklärten die Betreiber des Kanals bereits im März 2022 zu einer extremistischen Organisation. Im Februar 2025 gelang es den Sicherheitsbehörden, in das System einzudringen, zwei Tage später schloss Motolko den Kanal und löste das Projekt auf. Anfang Juni 2025 meldeten Menschenrechtsverteidiger rund zwei Dutzend Festnahmen wegen der Weitergabe von Informationen an das Monitoring-Projekt.
Weitere Schreibweisen des Namens: Maksim Kurouski (EN), Максім Куроўскі (BY), Максим Куровский (RU)