Mikita Njačaeŭ schloss 2019 sein Studium der Radiophysik und Computertechnologie ab und wurde als „Bester Absolvent“ seiner Universität ausgezeichnet. Er verfügt über sieben Jahre Erfahrung in der Arbeit an innovativen Forschungsprojekten, unter anderem in Statistik, Wahrscheinlichkeitstheorie, linearer Algebra sowie Halbleiter- und Wärmephysik.
Er geriet im Rahmen des sogenannten „Hajun-Falles“ in staatliche Ermittlungen.
Das von Anton Motolko Anfang 2022 gegründete Hajun-Projekt diente der Sammlung und Veröffentlichung von Informationen über belarussische und russländische Truppenbewegungen auf dem Gebiet von Belarus. Menschen, denen Militärfahrzeuge aufgefallen waren, konnten dies an den Chatbot eines Telegram-Kanals melden. Diese Information wurde nach Überprüfung über den Telegram-Kanal veröffentlicht. Die belarussischen Behörden erklärten die Betreiber des Kanals bereits im März 2022 zu einer extremistischen Organisation. Im Februar 2025 gelang es den Sicherheitsbehörden, in das System einzudringen, zwei Tage später schloss Motolko den Kanal und löste das Projekt auf. Anfang Juni 2025 meldeten Menschenrechtsverteidiger rund zwei Dutzend Festnahmen wegen der Weitergabe von Informationen an das Monitoring-Projekt.
Njačaeŭ wurde wegen Unterstützung extremistischer Tätigkeit zu drei Jahren Haft in einer Strafkolonie verurteilt.
Weitere Schreibweise des Namens: Мікіта Нячаеў (BY)