* 21.2.1981. Natallja Čoboŭskaja geriet im August 2025 im Rahmen des sogenannten „Hajun-Falles“ in staatliche Ermittlungen.
Natalja wurde am 25. August 2025 festgenommen und in eine Untersuchungshaftanstalt gebracht. In der Folge wurde sie nach acht politisch motivierten Artikeln des Strafgesetzbuches angeklagt: wegen Finanzierung von Extremismus, Unterstützung von Extremismus, Verleumdung Lukaschenkos, Beleidigung Lukaschenkos, Aufstachelung zu Feindschaft und Hass, Beleidigung eines Vertreters der Staatsgewalt, Schändung staatlicher Symbole sowie wegen Teilnahme an Handlungen, die die öffentliche Ordnung grob verletzen.
Das von Anton Motolko Anfang 2022 gegründete Hajun-Projekt diente der Sammlung und Veröffentlichung von Informationen über belarussische und russländische Truppenbewegungen auf dem Gebiet von Belarus. Menschen, denen Militärfahrzeuge aufgefallen waren, konnten dies an den Chatbot eines Telegram-Kanals melden. Diese Information wurde nach Überprüfung über den Telegram-Kanal veröffentlicht. Die belarussischen Behörden erklärten die Betreiber des Kanals bereits im März 2022 zu einer extremistischen Organisation. Im Februar 2025 gelang es den Sicherheitsbehörden, in das System einzudringen, zwei Tage später schloss Motolko den Kanal und löste das Projekt auf. Anfang Juni 2025 meldeten Menschenrechtsverteidiger rund zwei Dutzend Festnahmen wegen der Weitergabe von Informationen an das Monitoring-Projekt.
Sie wurde zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.
Weitere Schreibweise des Namens: Наталля Чубоўская (BY)