* 25.9.1988. Pavel Petručenja kommt aus Brest und arbeitete bis 2018 bei einem Sicherheitsdienst. Er wurde im Dezember 2022 festgenommen und wegen Volksverhetzung angeklagt, weil er personenbezogene Daten von Vertretern des Staates im Telegramkanal "Schwarzen Buch" veröffentlicht haben soll. Er gestand seine Tat in einem "Reue-Video", das in regierungstreuen Kanälen verbreitet wurde.
Das belarussische Regime zwingt politische Gefangene systematisch zu inszenierten Geständnissen, die als sogenannte „Reuevideos“ veröffentlicht werden. Unter Androhung von Folter und anderen „Maßnahmen“ werden die Gefangenen dazu gebracht, sich schuldig zu bekennen und ihre „Taten“ zu bereuen.
Petručenja kam in Untersuchungshaft. Am 2. Juni 2023 wurde er zu sechs Jahren Haft verurteilt.
Am 16. September 2026 teilte der Sondergesandte des US-Präsidenten für Belarus, John Coale, mit, dass infolge von Verhandlungen 25 Menschen begnadigt und freigelassen worden seien. Alle von ihnen wurden zwangsweise nach Litauen verbracht. Unter den Freigelassenen ist auch Pavel Petručenja.
Weitere Schreibweisen des Namens: Pavel Petruchenia (EN), Павел Петручэня (BY), Павел Петрученя (RU)