* 14.8.1973. Sjarhej Zeljanoŭski stammt aus Minsk. Er ist verheiratet und Vater einer Tochter. Seit 2020 arbeitete er in einem Betrieb der Metallverarbeitung, der für die Produktion technischer Komponenten mit möglicher militärischer Nutzung bekannt ist. Dort war er für das Einrichten und Bedienen computergesteuerter Maschinen zuständig.
Zeljanoŭski wurde im Zuge einer großangelegten Razzia gegen das Unternehmen „Peleng“ festgenommen, bei dem er beschäftigt war. Die Razzia begann im Juli 2024 und richtete sich gegen Mitarbeitende, die im Verdacht standen, sich kritisch gegenüber staatlichen Maßnahmen geäußert oder zu Sanktionen aufgerufen zu haben. Im Rahmen dieser Aktion wurden Mitarbeitende mit dem Lügendetektor überprüft, ihre Mobiltelefone kontrolliert und zu Befragungen vorgeladen. Es gab zuvor eine öffentliche Recherche, das dem Unternehmen vorwarf, internationale Sanktionen zu umgehen.
Sjarhej Zeljanoŭski wurde wegen Forderungen nach Sanktionen gegen den belarusischen Staat sowie Landfriedenbruchs zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Im April 2025 wurde er in die Liste von Personen, die sich angeblich an extremistischen Aktivitäten beteiligt haben sollen, aufgenommen und zusätzlich vom KGB auf die sogenannte „Terrorliste“ gesetzt.
Weitere Schreibweise des Namens: Сяргей Зеляноўскі (BY)