* 1973. Vasil’ Kraŭčuk ist Komiker.
Anlass für das Strafverfahren war ein scherzhafter Kommentar in dem Telegram-Kanal „Karateli Belarusi“ (zu dt. „Henker von Belarus“) über eine Mitarbeiterin des Jugendamtes. Kraŭčuk gab an, er habe einen Witz eines Kollegen wiederholt, den er in einer Fernsehsendung gehört hatte.
Im Februar 2022 wurde er wegen Beamtenbeleidigung zu einer Freiheitsbeschränkung von zwei Jahren ohne Einweisung in eine Strafvollzugseinrichtung verurteilt. Diese auch als „Chatnjaja Chimija“ bekannte Strafe kombiniert die Pflicht zur Zwangsarbeit mit einer Art Bewährungsstrafe, bei der der Verurteilte zu Hause bleibt, jedoch unter strenger und regelmäßiger Kontrolle der Polizei steht. Drei Monate nach dem Urteil brach der Kontakt zu Kraŭčuk ab, er wurde zur Fahndung ausgeschrieben und erst drei Jahre später in Sankt Petersburg aufgefunden.
Zu seinem Aufenthaltsort liegen unterschiedliche Angaben vor: Offiziell heißt es, er befinde sich im Polizeirevier des Moskauer Stadtbezirks und warte auf seine Auslieferung nach Belarus. Menschenrechtsorganisationen berichten hingegen, er befinde sich bereits in einem belarusischen Untersuchungsgefängnis.
Weitere Schreibweise des Namens: Васіль Краўчук (BY)