* 19.2.2006. Stanislaŭ Šapel' lebte zuletzt mit seiner Mutter und seinen zwei Geschwistern in Mahileŭ, einer Stadt im Osten von Belarus.
Ihm wird vorgeworfen für den ukrainischen Geheimdienst gearbeitet zu haben. Der staatliche Fernsehsender ONT strahlte einen Bericht unter dem Titel „Kinder im Fadenkreuz. Vom Feind rekrutiert“ aus, in dem von der Festnahme von sieben Jugendlichen wegen angeblicher Zusammenarbeit mit ukrainischen Geheimdiensten berichtet wurde. Es wird behauptet, dass die Schüler:innen, die aus verschiedenen Städten stammen, in einer Wohnung in Baranavičy zusammenkamen, um Sprengstoff zu sammeln und eine Explosion im Polizeipräsidium oder der Staatsanwaltschaft von Baranavičy zu verüben. Sie sollen sich angeblich zu einer anarchistischen Zelle namens „Schwarze Nachtigallen“ angeschlossen haben. Šapel' wird im Bericht als Agent dargestellt. Er soll ein Video aufgenommen haben, in dem er sich bereit erklärte „gegen den FSB und gegen Putin zu arbeiten“.
Derzeit verbüßt er eine Strafe wegen Betrugs.
Die Anklage gegen ihn wegen Hochverrats fand in einer geschlossenen Gerichtsverhandlung statt. Genauere Informationen liegen nicht vor.
Der bereits im Fall der „Schwarze Nachtigallen“ verurteilte Daniil Harasim erhielt jedoch im September 2024 eine Haftstrafe von zehn Jahren und eine Geldstrafe von 600 Grundbeträgen wegen Anklagen im Zusammenhang mit Hochverrat, der Teilnahme an einer bewaffneten Formation oder einem bewaffneten Konflikt in einem fremden Staat, der Rekrutierung oder Ausbildung von Personen für eine solche Teilnahme sowie dem Verstoß gegen das Waffengesetz.
Im Oktober 2024 wurde er in die Liste von Personen, die sich angeblich an extremistischen Aktivitäten beteiligt haben sollen, aufgenommen.
Weitere Schreibweise des Namens: Станіслаў Шапель (BY)